Der Esenser Bär:

„Das Wappen stellt einen aufrecht stehenden schwarzen Bären mit goldenem Halsband dar, der, in drohender Haltung auf einem neben einem goldenen Palisadenzaun aufragenden Festungsturm stehend, zwischen seinen beiden Tatzen einen roten Backstein hält. Er wird von einer dreiteiligen roten Mauerturmkrone bekrönt und von zwei goldenen Blätterzweigen umkränzt.”

So lautet die genaue heraldische Beschreibung des Wappens der Stadt Esens, die in Deutschland neben Berlin wohl die einzige ist, die dieses Tier auf diese Weise hofiert. Bis auf den heutigen Tag ist der Esenser Bär, der auch im ostfriesischen Landeswappen zu finden ist, ein beliebtes Symbol für die Stadtgeschichte.

 

Als Fotomotiv beliebt sind die Bronzeskulptur im Durchgangsbereich vom Marktplatz zur Kirche sowie die 44 Kunststoff-Bären mit künstlerisch gestaltetem Äußeren - eine Aktion aus dem Esenser Jubiläumsjahr 2002 in Absprache mit der deutschen Hauptstadt Berlin.

 

Esens ist Sitz der Deutschen Teddy-Stiftung „Good Bears of the World”, die sich um traumatisierte Kinder kümmert.

 

 

 

 

 

 Die Legende:

Zu den Zeiten des Häuptlings Balthasar hielt sich im Mittelalter in der Stadt ein Bärenführer auf, der nicht weiterreisen konnte, weil Esens wieder einmal von den streitsüchtigen Ostfriesen belagert wurde. Als die Lebensmittel zur Neige gingen und man keinen Ausweg mehr wusste, führten die Esenser den Bären auf die Stadtmauer, um den Angreifern vorzutäuschen, dass sie sogar noch ein unnützes Tier mit durchfüttern konnten. Aber auch bei den Belagerern waren die Vorräte knapp. Als sie den Bären sahen, waren sie entmutigt und zogen ab. Zum Dank für den glücklichen Ausgang des Krieges nahmen die Esenser den Bären in ihr Wappen auf. Tatsächlich führte die ostfriesische Häuptlingsfamilie Attena, zu der Junker Balthasar und auch Hero Omken gehörten, einen Bären im Wappen - hier dürfte die wirkliche Begründung liegen. Sibet Attena war der Begründer der Herrschaft des Harlingerlandes mit Esens als Häuptlingssitz.